Gewalt-, Kriegs- und Migrationserfahrungen bei Frauen haben in den letzten Jahren zugenommen und den Bedarf an dauerhaften und auskömmlich finanzierten Anlaufstellen erhöht. Um einen Einblick in die Praxis von Initiativen in diesem Bereich zu erhalten, besuchten Ute Ernst, GRÜNE Direktkandidatin im Wahlkreis 3 (VG Linz, VG Rengsdorf-Waldbreitbach, VG Asbach, VG Unkel, VG Bad Hönningen), Markus Seemann, GRÜNER Direktkandidat im Wahlkreis 4 (Stadt Neuwied, VG Puderbach, VG Dierdorf), Lukas Böhm, Spitzenkandidat der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz zur Landtagswahl, Alina Münz, Sprecherin der Grünen Jugend im Kreis Neuwied, und Thorben Thieme, Vorsitzender der Fraktion GRÜNE/ Linke im Verbandsgemeinderat Linz, kürzlich die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA in Kasbach-Ohlenberg.
Utamara setzt sich seit 20 Jahren gegen jegliche Gewalt an Frauen ein. Der überwiegend ehrenamtlich getragene Verein bietet umfassende Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen an, die von Gewalt betroffen oder davon bedroht sind – als gesellschaftliche Realität, die Frauen in Deutschland tagtäglich betrifft – sowie für Frauen, die vor Krieg geflohen sind oder neu nach Deutschland gekommen sind.
Violeta Jasiqi und weitere Ehrenamtliche von Utamara stellten der Grünen Delegation die vielfältige Arbeit des Vereins vor, die sich im Angebot von Sprachkursen bis hin zur Bereitstellung einer Notunterkunft für gewaltbetroffene Frauen zeigt.
Die GRÜNEN zeigten sich tief beeindruckt vom Engagement Utamaras und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch über die Herausforderungen und Bedürfnisse des Vereins. „Utamara leistet einen unschätzbaren Beitrag für eine demokratische und friedliche Gesellschaft. Ihre Arbeit verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch politische Unterstützung, damit die Umsetzung der Istanbul-Konvention nicht nur ein Ziel, sondern gelebte Realität wird“, erklärte Ute Ernst, Juristin und Fachanwältin für Sozialrecht.
Utamara wies vor allem auf die Schwierigkeit einer mangelnden dauerhaften Grundfinanzierung ihrer Projekte hin. Lukas Böhm unterstrich die Dringlichkeit dieser Problematik und betonte: „Zivilgesellschaftliche Initiativen benötigen endlich eine dauerhafte Grundfinanzierung, um ihre Arbeit langfristig anlegen zu können. Dazu setzen wir uns auf Bundesebene weiterhin für ein Demokratiefördergesetz und auf Landesebene für ein 130 Millionen Euro schweres Demokratieförderprogramm ein.“
Zudem wiesen die Ehrenamtlichen von Utamara auf die Wohnraumknappheit und erschwerte Mobilität von bedürftigen Frauen hin. Markus Seemann, selbst Stadtrat in Neuwied, bot auch auf kommunaler Ebene Unterstützung an: „In den Kommunen des Kreises sind wir gut vernetzt und werden uns dafür einsetzen, Utamara unter die Arme zu greifen, wo immer es möglich ist. So können Synergien entstehen. Beispielsweise werden in Neuwied drei neue Familiengrundschulzentren errichtet, in die sich die Expertise von Utamara perfekt einfügen würde.“ Er dankte abschließend stellvertretend für die Grünen für den guten Austausch und freue sich darauf, mit Utamara in Kontakt zu bleiben.
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