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Grüner Kreisverband organisierte zwei Hilfstransporte an die rumänisch-ukrainische Grenze

Pressemitteilung: Grüner Kreisverband organisierte zwei Hilfstransporte an die rumänisch-ukrainische Grenze

Nachdem sich die ersten Nachrichten über den russischen Angriffskrieg verbreitet hatten, kam unter den Kreisgrünen schnell die Frage auf, wie man denn angesichts dieser schrecklichen Nachrichten helfen könne. „Wir hier im Kreis Neuwied können diesen Krieg leider nicht beenden, aber wir können versuchen, denjenigen zu helfen, die dadurch in Not geraten sind“, so Holger Wolf, Vorsitzender des Grünen Kreisverbands Neuwied. Schnell bildete sich aus den Reihen der Grünen ein Orgateam, das innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Hilfstransporte in den über 1600 km entfernten Grenzort Sighetu Marmației auf die Beine stellte. „Unsere Wahl fiel auf Rumänien, da dort nach unseren Informationen bisher kaum internationale Hilfe ankam“, so Wolf. Allein der Zeitaufwand für die Planung des Hilfstransports bezifferte sich schnell auf über hundert Stunden. Die Annahme, Sortierung und Kommissionierung der Spenden bis zur eigentlichen Hilfsfahrt waren hier noch nicht inkludiert. 

Dabei erhielten die Grünen eine breite Unterstützung von Organisationen, Vereinen, Verwaltungen und privaten Helfer*innen. So stellten die evangelischen Kirchen Feldkirchen und Vettelschoß ihre Kleinbusse ebenso zur Verfügung wie die Verbandsgemeinde Unkel. Die Pfadfinderschaft bot ihre Räume als zentrales Lager an und half bei der Beladung der Fahrzeuge. Der Tierschutzverein Arche Noah Westerwald spendete unter anderem Tiertransportboxen, das Tierheim Neuwied half bei der Kommissionierung und spendete wie auch die Koblenzer Katzenhilfe weitere Hilfsgüter. Zahlreiche Mitbürger*innen brachten Hilfsgüter, spendeten Geld oder boten ihre Mitfahrt und Hilfe bei der Sortierung an.

Mit jeweils 14 Fahrer*innen ging es dann nach Rumänien, wo die Hilfsgüter dankend entgegengenommen und zum Teil direkt über die ukrainische Grenze transportiert wurden. Doch der Transport von Hilfsgütern war nur ein Teil des erklärten Ziels.

Insgesamt konnten 56 Ukrainer*innen, darunter zwei Säuglinge und zehn Kinder sowie fünf Hunde und sechs Katzen in das sichere Deutschland gebracht werden. Hier wurden sie nach einer 22-stündigen Rückfahrt herzlich mit einem Essen empfangen, um im Anschluss in ihre Wohnungen gebracht zu werden. Hier können sie jetzt erstmal zur Ruhe kommen. „Die Erlebnisse und vor allem die Berichte der Ukrainer*innen werden bei uns noch lange nachwirken. Das gilt aber ebenso für die enorme Hilfsbereitschaft und das großartige Teamwork zwischen allen Helfer*innen“, so Wolf. Es gab bereits Anfragen, ob die Grünen einen dritten Transport planen. Bevor so eine Entscheidung fällt, müssen aber alle Beteiligten wieder zu Kräften kommen und dann ist da ja noch die eine oder andere daheim liegengebliebene Arbeit der letzten Wochen aufzuarbeiten. Zunächst wollen sich die Helfer*innen darauf konzentrieren, die hier aufgenommenen Menschen weiter zu begleiten und zu unterstützen.  

Foto in Österreich: „Ein besonderer Moment für die Helfer*innen war der Wunsch der Ukrainer*innen nach einem Gruppenfoto“, so Holger Wolf (Zehnter von Links).
Fotonachweis: Holger Wolf



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